Gefahr durch Internet und Smartphone

Als Schulische Heilpädagogin ist mir aufgefallen, dass die Konzentrationsfähigkeit der Schulkinder in den letzten gut 10 Jahren massiv gesunken ist. Konzentriert an einer Arbeit zu bleiben fällt immer mehr Kindern schwer und zu erwartende Lernfortschritte bleiben aus.

Knapp die Hälfte der Drittklässler verfügen über ein eigenes Smartphone. Extensive Bildschirmzeit und ungeeignete Inhalte, die man nicht vollumfänglich sperren kann, rauben unseren Kindern die Kindheit, den Schlaf und verhindern eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung in der realen Welt. Wenn man Ihnen das Smartphone wegnimmt, reagieren sie wie ein Süchtiger ohne Heroin und immer mehr Eltern schaffen es nicht mehr den Smartphonekonsum ihrer Kinder zu begrenzen.

Der Ratgeber von Daniel Wolff (2024): Allein mit dem Handy So schützen wir unsere Kinder.

Dieses Buch müsste eine Pflichtlektüre für alle Eltern sein, die ihren Kindern ein Smartphone geben wollen. Das Buch informiert, gibt viele Tipps z.B. eine Familienladestation und kein Smartphone im Schlafzimmer, hilft Eltern, wie man mit Kindern über das Smartphone spricht, zeigt Nutzungsverträge und hilft bei der Entscheidung, wann ein Kind wirklich ein Smartphone braucht und wie lange auch ein Tastenhandy «Feature Phone» ausreicht.

  1. Ab welchem Alter wollen Sie Ihrem Kind zumuten, in eine Situation kommen zu können, ungewollt oder gewollt abartigen Horror, externe Gewalt und/ oder Hardcore Pornos zu sehen? Z.B. bei YouTube Filmen.
  2. Ab wann soll Ihr Kind Apps ausgesetzt sein, die so konzipiert und sehr erfolgreich dabei sind, ihre Nutzer- also auch Ihr Kind – süchtig zu machen?
  3. Ab wann soll Ihr Kind von anderen im Internet gemobbt werden können / andere Kinder im Internet mobben können?
  4. Ab wann sollen Pädophile theoretisch mit Ihrem Kind in Kontakt treten können, ohne dass Sie selbst es zunächst mitbekommen?

Und ein paar Fragen, die Sie selbst betreffen.

  • Wie gut kennen Sie sich selbst darin aus, was Kinder im Internet erleben, damit Sie Ihr Kind entsprechend vorbereiten können?
  • Sind Sie vor allem am Anfang selbst viel zu Hause, um Ihr Kind bei seinen ersten Gehversuchen im Internet intensiv begleiten zu können.
  • Haben Sie ein so gutes Vertrauensverhältnis zu ihrem Kind, dass es sicher und immer zu Ihnen kommen würde, wenn im Internet etwas schiefläuft? (Das sind nur 10% der Kinder)

Eltern sind verantwortlich für alles, was Ihr Kind im Internet sieht, hört und postet und das heisst Sie müssen eigentlich immer dabei sein, wenn das Kind ins Internet geht. Ein Grossteil der Eltern weiss nicht, dass die Kinder in der Nacht online sind. Die psychische Gesundheit unserer Kinder ist in Gefahr.

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www.schau-hin.de

-> die Netflix-Dokumentation The Social Dilemma
-> die ARTE-Dokumentationsreihe Dopamin